Landestormuseum - Drachenmuseum

Die Stadt Furth im Wald hat im Jahr 1999 mit der Einrichtung eines "Drachenmuseums" begonnen. Derzeit wird unter diesem Namen eine Ausstellung gezeigt, die auf die Dauer von zwei bis drei Jahren angelegt ist. In dieser Zeit sollen die Sammlungen gezielt ergänzt werden.

Danach ist eine Aufstellung als museale Sammlung geplant.

Die derzeitige Aussstellung beschäftigt sich mit Drachen und Drachentötern.

Ausgehend vom Drachen als Naturerscheinung, als Geschöpf des Chaos in der westlichen Mythologie und als strahlende Gottheit des Ostens wird die Zeit der Drachen und Drachentöter wieder lebendig; der Drachenkampf in der Bibel und der Drachenkampf in Heldensagen und Heiligenlegenden.

Einen großen Teil der Ausstellung nimmt die Geschichte des "Further Drachenstich", des ältesten deutschen Volksschauspieles, ein. Dessen Entstehung läßt sich auf die St.-Georgs-Verehrung speziell im 15. Jahrhundert und auf die sogenannten "Lebenden Bilder" bei den Fronleichnamsprozessionen zurückverfolgen.

Ursprünglich aus der Fronleichnamsprozession entstanden, hat sich dieses "Spektakel" im Jahr 1879 als eigenständige Veranstaltung etabliert. In der Folge hat sich um den eigentlichen Drachenkampf eine dem jeweiligen Zeitgeist entsprechende Handlung entwickelt.

So wurden in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts verschiedene Spielfassungen aufgeführt. Das jetzige Schauspiel aus dem Jahr 1956 und aus der Feder von Josef Martin Bauer hat als historischen Hintergrund die Hussitenkriege in den Jahren 1420 bis 1435, bei der das Further Grenzland arg heimgesucht wurde. Der Drache ist hier das Symbol für Leiden, Not und Tod. Eingeflochten ist aber auch die Legende des Heiligen Georg. Der zum Ritter geschlagene Lehensmann Udo (St. Georg) tötet den Drachen, befreit das Land und rettet damit die Further Burgherrin Maria (Prinzessin), die sich dem Drachen opfern will, um das Volk von dem Drachen zu erlösen.

Auch der "Drache", das 18 Meter lange, 4,5 Meter breite, 4 Meter hohe und 9 Tonnen schwere Ungetüm, der wirkliche Hauptdarsteller des Freilicht-Festspieles, ist auf der anderen Seite des Foyers in seiner Höhle zu bestaunen.

Hier gehts weiter ins Kellergeschoß!

 

 

 

Letzte Änderung:
 09.12.2008

 

 

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