Das Museum des "Heimatkreises Bischofteinitz"
Das Landestormuseum hat sich die Aufgabe gestellt, die Entwicklung der Stadt an der Grenze und die Kultur der Heimatvertriebenen aus den benachbarten Landkreisen aufzuzeigen. Aus diesem Grund hat die Stadt Furth im Wald im Jahre 1976 das Museum der Heimatvertriebenen aus dem ehemaligen Kreis Bischofteinitz, mit denen seit 1957 eine Patenschaft besteht, in das Städtische Museum übernommen und das Museum "Landestormuseum" benannt. Zu sehen sind hier alle Gegenstände des täglichen Lebens. Besonders sehenswert ist die Sammlung historischer Trachten.
Auf der gegenüberliegenden Seite des Treppenhauses ist eine Dokumentation aller Orte des ehemaligen Kreises Bischofteinitz und der deutschen Gemeinden im Bezirk Taus untergebracht.
Stadt und Grenze ...
Alte Grenzsteine, Planzeichnungen, Karten und Protokolle über Grenzbegehungen oder der Grenzvertrag zwischen der österreichischen Kaiserin Maria Theresia und dem Bayerischen Kurfürsten Max III. Joseph sind mit der Stadtgeschichte ebenso verknüpft wie mit der Geschichte der Landesgrenze und des Grenzlandes.
Die älteste Bayerische Landwehreinrichtung, die "Further Grenzfahne", entstand in den ersten Jahren des 16. Jahrhunderts und wurde erst 1771 durch staatliches Dekret aufgelöst. Ein Fußsoldat in der Uniform und der Ausrüstung aus den letzten Tagen der Grenzfahne gibt ein eindrucksvolles Zeugnis von der Wehrhaftigkeit der damaligen Bevölkerung.
Über eine kleine Treppe erreichen wir das Nachbargebäude, die ehemalige Türmerwohnung im Anbau des Stadtturmes:
Kirche und Wallfahrten ...
Die Wallfahrten der Böhmen "Zum Further Herrgott auf der Rast" oder "Beim Heiligen Blut in Neukirchen" sind im Further Museum ebenso bezeugt wie die Wallfahrten der Further zu den böhmischen Wallfahrtsstätten.
Einen Eindruck von der tiefverwurzelten Volksfrömmigkeit geben noch die vielen bayerischen und böhmischen Hinterglasbilder, die damals als Wallfahrtsandenken mit nach Hause genommen wurden und die jeden Herrgottswinkel schmückten, bis die billigeren Öldrucke zum Ende des 19. Jahrhunderts die doch recht aufwendigen und verhältnismäßig teuren Hinterglasbilder verdrängten.
Auch barocke Skulpturen und kirchliche Einrichtungsgegenstände, Meßgewänder, Meßkelche und viele Devotionalien aus Bayern und Böhmen haben in den letzten Jahren Eingang in die Sammlungen des Museums gefunden.

Webmaster